12.07.2016 Julia Klöckner: Unsichere Zukunft für gut ausgebildete Vertretungslehrkräfte

  • Viele Vertretungsverträge enden mit den Sommerferien
  • Abgeordnete stellt Kleine Anfrage zur Situation im Kreis Bad Kreuznach

Am Freitag beginnen in Rheinland-Pfalz die Sommerferien. Doch für viele Lehrkräfte mit Vertretungsvertrag bedeute dies Ungewissheit statt Erholung, betont die heimische Abgeordnete Julia Klöckner. Die Christdemokratin verweist damit auf ein seit vielen Jahren gängige Praxis der Landesregierung, die – um Kosten zu sparen – viele Vertretungsverträge bis zu den Sommerferien befristest. Oft müssen sich die Betroffenen über diesen Zeitraum arbeitslos melden, die wenigsten wissen derzeit, ob es für sie zum kommenden Schuljahr eine Weiterbeschäftigung gibt.

„Für die jungen Lehrerinnen und Lehrer stellen diese befristeten Verträge eine große persönliche Belastung dar“, so Julia Klöckner, „zumal die Statistiken aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Ausgestaltung der Verträge an sich schon alles andere als optimal sind: Die Stellenzuschnitte sind oft schlecht, der Stundenumfang und damit auch der Lohn ohnehin schon gering."

Vor diesem Hintergrund hat die Abgeordnete zur konkreten Situation im Landkreis eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet. Wissen will sie u.a., an welchen Schulen und in welchem Stundenumfang Vertretungskräfte eingesetzt werden. Auch fragt sie nach, wie viele dieser Verträge zu den Sommerferien beendet werden und ob es sich hier um Folgevertretungsverträge, sprich um befristetet Kettenverträge, handelt.

"Klar ist: Die Landesregierung steht hier in der Verantwortung, die Arbeitsbedingungen für ihre Arbeitnehmer zu verbessern. Auch im Sinne der Schülerinnen und Schüler, die mehr Kontinuität brauchen“, so Julia Klöckner weiter.