Julia Klöckner: „Ignoranz nicht mit Toleranz verwechseln!“


buch text„Nicht verhandelbar – Integration nur mit Frauenrechten“, heißt das neue Buch von Julia Klöckner, dass am 29.05.2018 erscheint.

Klöckner: „Frauen und Männer sind in unserem Land gleichberechtigt – auch wenn noch längst nicht alle Ziele erreicht sind. Doch über einige Themen wird viel zu wenig gesprochen. Wir diskutieren, ob die Nati-onalhymne gendergerecht umgeschrieben oder die Sternchenschreibweise eingeführt wird und verlie-ren dabei den Blick für die wirklichen Herausforderungen in der Frauenförderung: Frauen, die in patriar-chalisch geprägten Familien aufwachsen, Frauen, die sich von Männern gemachten Kleiderordnungen bis hin zur Vollverschleierung und Unkenntlichmachung beugen müssen, solche Frauen brauchen unsere Solidarität – und nicht unsere Ignoranz, die gerne mit Toleranz verwechselt wird.“

 

Julia Klöckner formuliert deutlich. „Solange Mädchen in Augen mancher fundamentalistischer Männer weniger wert sein sollen, solange Mädchen nicht am Schwimmunterricht und der Klassenfahrt teilneh-men dürfen, solange Lehrerinnen von patriarchalisch sozialisierten Jungen und Vätern nicht akzeptiert werden, solange es Männer gibt, die glauben, aus verletztem Ehrgefühl das Leben von Frauen auslöschen zu dürfen – solange haben wir alle unsere Hausaufgaben in der Integrationspolitik nicht gemacht. Die Rolle der Frau entscheidet über den Integrationserfolg in unserem Land. Denn eines steht fest: Gleichbe-rechtigung von Mann und Frau gilt für alle in unserem Land lebenden Menschen – völlig egal woher sie kommen!“

Klöckner ist überzeugt davon, dass die Auslebung des Glaubens dann auf seine Grenzen stößt, wenn andere Rechtsgüter beeinträchtigt werden. Geflüchtete Frauen und neu zugewanderte Frauen brauchen unsere Unterstützung – deshalb schlägt Julia Klöckner verpflichtende Integrations- und Deutschkurse vor, damit Frauen eingebunden werden können. „Wir leben in Zeiten, in denen alle über Integration reden, aber kaum jemand definieren will, was wir dafür einfordern. Wir reden über Integration und meinen immer, was wir als deutsche Gesell-schaft noch mehr tun müssen, damit es gelingt. Wir reden aber zu wenig darüber, was wir vor allem Män-nern abverlangen können, die dauerhaft in unserem Land leben wollen“.

Das Buchhonorar von Frau Klöckner geht an Plan International zur Unterstützung von Mädchen und Frauen.

Warum dieses Buch?
Die CDU-Politikerin und Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft hat sieben Jahre lang als Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag das Thema „Frauenrechte und Migration“ voran-gebracht und besetzt. Bei den von ihr veranstalteten Flüchtlings- und Integrationsgipfeln ging es immer wieder um die aufgeklärte Rolle der Frau. Am Ende ihrer Zeit als Fraktionsvorsitzende ist das vorliegende Buch entstanden, eine Art Bericht mit klaren politischen Forderungen. Sie bezieht Stellung und setzt sich vehement für die Rechte aller Frauen ein.
Dieses Thema ist ihr schon lange ein Herzensanliegen, denn Julia Klöckner ist überzeugt: „Integration wird nur funktionieren, wenn Frauenrechte auf dem Weg nicht geopfert, sondern unmissverständlich vertei-digt werden.“