Bessere Bildung

Beim Thema Bildung kann jeder mitreden. Jeder von uns war in der Schule oder ist es gerade. Und Bildung bleibt ein heißes Eisen. Warum? Weil hier über wichtige Zukunftschancen entschieden wird. Deshalb darf nicht von Strukturen, Türschildern und Ideologien her gedacht werden. Für die CDU stehen stattdessen das Kind und die Qualität der Bildung im Mittelpunkt. Für jeden das Beste, nicht für alle das Gleiche, ist unsere Vision. Wir setzen uns ein für nachhaltige Bildung, Qualitätssicherung sowie Wahlfreiheit und Unterrichtsgarantie. Leistungsfreude und Motivation von Schülern und Lehrern liegen uns am Herzen.

Nicht die steigende Anzahl von Abiturienten oder Studenten ist ein Ausweis für die Qualität unseres Bildungssystems, sondern die Inhalte, das Wissen und die Kompetenzen, die junge Leute gelernt haben. Mittlerweile gibt es mehr Studenten als Auszubildende, aber 30 Prozent brechen ihr Studium ab. Wir Christdemokraten sagen: Die berufliche Bildung ist genauso viel Wert wie die akademische. Nicht jeder junge Mensch muss den gleichen, sondern seinen, für ihn passenden Weg gehen. Und: Das, was auf dem Abschluss drauf steht, muss auch an Können drin sein.

Dazu sind verlässliche, aussagekräftige und vergleichbare Noten wichtig. Rot-Grün aber sieht das anders: Abbau von Leistungsansprüchen und Verlässlichkeiten und Experimente wie „Schreiben lernen nach Gehör“. Es ist aber wichtig, dass Schüler nach einheitlichen, klaren Rechtschreibregeln lernen. Das gibt Orientierung und Verlässlichkeit.

Wir Christdemokraten wollen Leistungswillen fördern und Werte vermitteln. Daher lehnen wir auch das Abschaffen der Noten und die Abschaffung der Klassenwiederholung als eine pädagogische Möglichkeit ab. Verhaltens- und Mitarbeitsnoten sollen auf dem Zeugnis stehen. Sie geben Eltern und Schülern Auskunft über die Persönlichkeitsentwicklung. Die CDU wird die Abschaffung der Schreibschrift unter Rot-Grün stoppen. Wir sprechen uns für eine vielfältige Kita-, Schul- und Hochschullandschaft aus, die Wahlmöglichkeiten bietet und den Begabungen jedes Einzelnen Rechnung trägt.

Bei der Inklusion ist nicht die Quote, sondern das Wohl des Kindes unser Maßstab. Nur vielfältige Förderwege und -angebote können dem Einzelnen bestmöglich helfen. Die Ganztagsschule ist ein Angebot, kein Muss. Der Bedarf vor Ort und das Bedürfnis der Familien entscheiden über die Art des Ganztagsschulangebots. Die Schulen brauchen ein klares inhaltliches Profil.

Schüler haben Anrecht auf den vorgesehenen Unterricht - gehalten von bestens ausgebildeten, motivierten und wertgeschätzten Lehrern. Das Land muss als Arbeitgeber mit seinen Lehrerinnen und Lehrern ordentlich umgehen. Lange Warteschleifen für Referendare, prekäre Kurzzeitverträge, um Kosten zu sparen – das ist unanständig.

Unterrichtsausfall darf nicht von vornherein einkalkuliert und hingenommen werden. Rheinland-Pfalz braucht mehr Lehrerkräfte, damit auch krankheitsbedingte Ausfälle sofort kompensiert werden können. Kleine Klassen und Studienkurse, flächendeckende Schulsozialarbeit und systematische Sprachförderung bereits in der Kita sind für uns Christdemokraten selbstverständlich.