Als die heimische Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner das AWO-Seniorenzentrum Baumholder betritt, hallt gerade ein fröhliches „Bingo!“ durch den Gemeinschaftsraum – die Bewohnerinnen und Bewohner sind mitten im Spiel, lachen, plaudern und genießen die gemeinsame Runde. Die Stimmung ist gelöst, ein alltäglicher Moment, der zeigt, wie sehr hier Gemeinschaft gelebt wird. Die CDU-Politikerin hatte Stollen aus Bundenbach im Gepäck – eine kleine vorweihnachtliche Geste, die bei den Bewohnerinnen, Bewohnern und beim Team sofort ein Lächeln auslöste.
In einer langjährigen Tradition besucht Julia Klöckner in der Adventszeit Einrichtungen, die sich das ganze Jahr über für die Gesellschaft engagieren. Begleitet wurde sie vom frisch gewählten 1. Beigeordneten der Verbandsgemeinde Baumholder, Lutz Altekrüger.
Einrichtungsleiterin Alexandra Schug und ihr Team empfingen die Gäste zum Austausch. Im Seniorenzentrum leben 99 Bewohnerinnen und Bewohner, betreut von rund 90 Mitarbeitenden im Schichtdienst. Die Leiterin beschreibt das Haus als „Ortsteil innerhalb der Verbandsgemeinde“ – ein lebendiger Treffpunkt, an dem zahlreiche Aktivitäten den Alltag prägen: vom Sitztanz über gemeinsames Kochen und Backen bis hin zu Spiele-Nachmittagen oder Ausflügen.
Im Gespräch ging es auch um die Situation in der Pflegebranche. Der Pflegeberuf ist weiterhin stark weiblich geprägt. Zugleich wird es immer schwieriger, ausreichend qualifiziertes Personal zu gewinnen, erklärte die Einrichtungsleitung. Zur Sprache kam zudem die Pflegekammer Rheinland-Pfalz. Mitarbeitende betonten, dass die Kammer eigentlich als Stimme der Pflege dienen solle, viele sich jedoch nicht ausreichend vertreten fühlten – auch wegen mangelnder Erreichbarkeit. Dieser Eindruck decke sich mit Rückmeldungen aus anderen Teilen des Wahlkreises, so Julia Klöckner. Seit Monaten äußern Pflegekräfte Kritik. Sie wünschen sich eine transparentere, freiwillige und stärker mitbestimmte Form der beruflichen Vertretung.
Julia Klöckner zeigte sich beeindruckt vom Einsatz des Teams: „Hier wird mit viel Herz und Professionalität gearbeitet. Die Bewohnerinnen und Bewohner erleben Gemeinschaft, Aktivität und Nähe – das ist ein großer Verdienst der Mitarbeitenden.“
Zum Abschluss dankte sie allen, die täglich Verantwortung tragen: „Es ist wichtig, Danke zu sagen. Denn unsere Pflegekräfte leisten einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft.“
