Familienunternehmen fertigt für Cartier

Jan. 16, 2026 | Pressemeldungen

Zwischen Einfamilienhäusern und Gärten in Vollmersbach liegt die Fertigung der Albert Schütz GmbH – ein familiengeführtes Unternehmen, das hochpräzise Werkstücke für Industrie, Optik und das Luxussegment herstellt. Die heimische Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner informierte sich gemeinsam mit CDU-Landtagskandidat Frederik Grüneberg vor Ort über die Arbeit des Betriebs und sprach mit der Geschäftsführung über Wirtschafts- und Energiepolitik.

Unter der Leitung von Geschäftsführer-Ehepaar Armin und Silke Stumm hat sich das Unternehmen über Jahrzehnte Stück für Stück vergrößert – sogar eine Pferdekoppel musste für den Anbau weichen. Heute sind die Produktionsflächen bis an ihre Grenzen ausgelastet, eine Erweiterung ist am Standort nicht mehr möglich. „Wir arbeiten am Limit unserer Kapazitäten“, erklärt Silke Stumm. Rund 40 Mitarbeiter arbeiten im Unternehmen. Nicht selten seit mehreren Jahrzehnten.

Das Unternehmen ist spezialisiert auf die hochpräzise Bearbeitung hartspröder Werkstoffe wie optisches Glas, Keramik, Saphir, technische Steine und Edelsteine. Maschinen, teils speziell für das Unternehmen entwickelt, laufen rund um die Uhr. „Schon kleinste Abweichungen entscheiden über Funktion oder Ausschuss“, so Armin Stumm. Die Produkte kommen unter anderem in Endoskopen zum Einsatz oder im Luxussegment – seit rund fünf Jahrzehnten beliefert das Unternehmen Cartier mit Kronen für Luxusuhren.

Die nächste Generation ist bereits eingebunden: Sohn Philipp Stumm arbeitet im Betrieb mit und soll künftig die Geschäftsführung übernehmen. „Tradition, Innovation und Verantwortung für die Mitarbeitenden gehören für uns untrennbar zusammen“, betont Silke Stumm.

Beim Unternehmensbesuch wurde auch deutlich, wie stark energiepolitische Rahmenbedingungen den produzierenden Mittelstand betreffen. Energiepreise, Netzentgelte und Stromsteuer seien entscheidende Faktoren für Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit. „Die Unions-geführte Bundesregierung hat sich klar zum Ziel gesetzt, die Energiepreise spürbar zu senken – für private Haushalte ebenso wie für unsere Unternehmen. Gerade für familiengeführte Betriebe wie die Albert Schütz GmbH sind verlässliche und bezahlbare Energiekosten ein entscheidender Standortfaktor“, so Julia Klöckner.

Seit Jahresbeginn greifen drei zentrale Entlastungsmaßnahmen: Die Abschaffung der Gasspeicherumlage, der Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro zu den Übertragungsnetzentgelten sowie die dauerhafte Senkung der Stromsteuer. Insgesamt werden Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen damit um rund zehn Milliarden Euro jährlich entlastet – zusätzlich zur bereits bestehenden Entlastung durch die Abschaffung der EEG-Umlage.

„Die Senkung der Stromsteuer ist ein wichtiges Signal an den Mittelstand. Mehr als 600.000 produzierende Unternehmen sowie die Land- und Forstwirtschaft werden dauerhaft entlastet – vom Handwerksbetrieb über das Baugewerbe bis hin zu energieintensiven Spezialunternehmen. Das stärkt Wettbewerbsfähigkeit und sichert Arbeitsplätze.“

Auch private Haushalte profitieren: Für einen durchschnittlichen Haushalt mit Strom- und Gasbezug ergeben sich 2026 Einsparungen von rund 160 Euro pro Jahr. Gleichzeitig betonte die CDU-Politikerin die Notwendigkeit einer soliden Haushaltsführung: „Entlastungen müssen verantwortungsvoll finanziert sein. Aber klar ist auch: Wenn wir Wachstum wollen, müssen wir Industrie und Mittelstand Luft zum Atmen geben. Bezahlbare Energie bleibt eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Unternehmen investieren, Arbeitsplätze sichern und Innovationen vorantreiben können.“

Kürzlich wurde Hans Schütz, dessen Vater das Unternehmen 1938 gegründet hat, mit der Wirtschaftsmedaille des Landes ausgezeichnet. „Diese Ehrung steht stellvertretend für Generationen von Unternehmern, die mit Mut, Fachwissen und Verantwortung unser Land geprägt haben“, so Klöckner. „Die Albert Schütz GmbH ist ein klassischer Hidden Champion: hoch spezialisiert, international erfolgreich und fest in der Region verwurzelt. Solche Betriebe sind das Herz unserer Wirtschaft.“

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