Gemeinschaft statt Bildschirmzeit

Juli 1, 2026 | Pressemeldungen

Zu Beginn der Sommerferien haben rund sechzig Kinder ihre Taschen gepackt, um in Hattgenstein einen Teil ihrer freien Zeit zu verbringen. Doch was zuhause bleibt, ist das Handy. Die heimische Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner stattete gemeinsam mit Miroslaw Kowalski der Ferienfreizeit einen Besuch ab. Dabei kamen sie nicht mit leeren Händen, sondern überreichten dem Team einen vollen Obstkorb. 15 ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer sorgen dafür, dass alles rund läuft. Viele von ihnen verbrachten schon früher ihre Ferien in der Anlage. Aus diesem Engagement heraus ist der Verein Hattgenstein e. V. entstanden. Die Mitglieder organisieren Veranstaltungen und Feste und unterstützen mit den Erlösen die Ferienfreizeit direkt. So konnten in der Vergangenheit auch zusätzliche Anschaffungen wie eine Slush-Maschine finanziert werden, die das Angebot für die Kinder erweitert.

Julia Klöckner hob vor Ort vor allem die Bedeutung dieses ehrenamtlichen Engagements hervor: „Was hier über viele Jahre gewachsen ist, ist nicht selbstverständlich. Es zeigt, wie viel Herzblut in dieser Ferienfreizeit steckt.“

Zugleich betonte sie die Rolle der Betreuerinnen und Betreuer für die Entwicklung der Kinder: „Junge Menschen organisieren, sie strukturieren den Alltag, sie denken sich Programme aus und gehen auf ganz unterschiedliche Kinder ein.“ Genau das mache den besonderen Wert solcher Freizeiten aus, so Julia Klöckner weiter: „Das ist nicht nur Betreuung – das ist auch Lernen fürs Leben, weil man hier ganz praktisch erfährt, wie Gemeinschaft funktioniert und wie wichtig es ist, sich auf andere einzustellen.“

Thema Smartphone: Der bewusste Verzicht auf das Handy prägt den Alltag der Freizeit spürbar. „Das Handy wird bewusst zu Hause gelassen – und man merkt sofort, wie sich etwas verändert“, erklärt Marina Ljalko. Als Mitarbeiterin der Kreisverwaltung Birkenfeld ist sie seit vielen Jahren für die Ferienfreizeit verantwortlich. Ohne ständige Ablenkung entstehe mehr direkter Kontakt unter den Kindern, der Alltag werde unmittelbarer erlebt.

Auch Julia Klöckner ordnet diese Entwicklung ein. Gerade mit Blick auf die vergangenen Jahre habe sich das Sozialverhalten von Kindern verändert. „Die Pandemie hat dazu geführt, dass viele Begegnungen anders stattgefunden haben – und wir merken heute, wie wichtig es ist, wieder stärker in direkte, persönliche Kommunikation zu kommen.“ In der Freizeit werde genau das geübt: Dinge gemeinsam auszuhandeln, aufeinander zuzugehen und Konflikte im direkten Miteinander zu lösen. „Hier entsteht wieder ganz selbstverständlich das, was im Alltag manchmal zu kurz kommt“, so die Bundestagsabgeordnete weiter.

Besonders wichtig sei dabei auch die soziale Funktion solcher Angebote, betont sie: „Für viele Familien sind diese Ferienfreizeiten eine Entlastung. Nicht alle Eltern können in den Sommerferien Urlaub nehmen oder mehrere Wochen Betreuung selbst sicherstellen.“ Gerade deshalb seien verlässliche Angebote wie in Hattgenstein unverzichtbar. „Es geht nicht nur um Feriengestaltung, sondern auch um Unterstützung für Familien, die auf gute Betreuung angewiesen sind“, betont Julia Klöckner abschließend und dankte den Beteiligten.

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