Geburtshilfe in der Nähe gehört zur Daseinsfürsorge

März 19, 2026 | Pressemeldungen

Immer mehr Hebammen haben in den vergangenen Monaten Alarm geschlagen: So wie ihre Arbeit organisiert war, konnte es auf Dauer nicht weitergehen. Viele berichteten von enormem Zeitdruck und wachsender Bürokratie. Gerade die persönliche Betreuung von Schwangeren und jungen Familien – eigentlich der Kern ihres Berufs – kam dadurch zu kurz. Insbesondere freiberufliche Hebammen trugen ein hohes wirtschaftliches Risiko, auch wegen hoher Versicherungsbeiträge zur Berufshaftpflicht. Auch die Vergütung wurde der großen Verantwortung des Berufes nicht gerecht. Die Rückmeldungen waren so deutlich, dass die heimische Abgeordnete mit ihren Kollegen Änderungen am Hebammenhilfe-Vertrag als notwendig erachteten. Gute Nachrichten nun für Hebammen und auch für deren begleiteten Familien in der Nahe-Region: Es wird nun Verbesserungen geben. Die Änderungen treten zum 1. April 2026 in Kraft und bringen spürbare Entlastungen im Alltag sowie eine bessere Vergütung für Hebammenleistungen. „Die Beharrlichkeit der Hebammen und die politische Flankierung unserer Union haben sich gelohnt“, erklärt CDU-Politikerin Julia Klöckner.

Die Anpassungen betreffen sowohl Beleghebammen als auch freiberuflich tätige Hebammen:

  • Mehr Flexibilität im Kreißsaal: Neue Abrechnungsziffern ermöglichen es, ungeplante ambulante Leistungen besser abzubilden. Beleghebammen können Notfälle weiterhin zuverlässig betreuen – ohne zusätzliche bürokratische Umwege.
  • Bessere Abrechnung der 1:1-Betreuung: Der Zuschlag für die persönliche Betreuung unter der Geburt kann künftig häufiger geltend gemacht werden, etwa bei kurzfristigen Geburten oder Schichtwechseln.
  • Weniger Bürokratie: Dokumentationspflichten werden vereinfacht. Aufwendige Abzeichnungen bei telefonischer Beratung entfallen, Abläufe werden insgesamt praxisnäher.
  • Erweiterte Leistungen: Auch medizinisch wichtige Leistungen wie die Kontrolle des Hämoglobinwerts nach der Geburt können künftig abgerechnet werden.

Gerade in ländlich geprägten Regionen wie der Nahe, wo Fahrten in die nächste Klinik mitunter länger dauern, sind Hebammen unverzichtbar. Sie begleiten Familien in einer besonders sensiblen Lebensphase und sichern die wohnortnahe Geburtshilfe. „Die Verbesserungen kommen direkt bei den Hebammen an. Sie stärken ihre wichtige Arbeit und tragen dazu bei, die Versorgung für werdende Eltern langfristig zu sichern“, begrüßt Julia Klöckner MdB die gefundene Einigung. Die weitere Umsetzung werde politisch eng begleitet, um die Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und Vergütung im Blick zu behalten.

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